Inhouse Beratungen vs. Externe Unternehmensberatungen

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Beim folgenden Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Karrierefreund.de

Karriere im Consulting: Inhouse Beratung oder spezialisierte Unternehmensberatung?

Der Begriff der Unternehmensberatung ist sehr vielschichtig. Neben der Segmentierung anhand der Art der Beratung, kann man auch zwischen interner (Inhouse) und externer Unternehmensberatung unterscheiden. Diese Bereiche stelle ich, Jonas von Karrierefreund, als ehemaliger Praktikant bei Bertelsmann, Roland Berger und BCG vor. Weitere wichtige Strategieberatungen findest du übrigens einfach mit der Liste der größten Strategieberatungen in Deutschland von Listenchampion. Interne Unternehmensberatung sind Teil eines Unternehmens und fokussieren sich in der Regel auch auf die Beratung desselben Unternehmens. Sie weisen also häufig einen eindeutigen Industrie-Fokus auf und sind dadurch auch zumeist deutlich kleiner. Inhouse Consulting Firmen gibt es noch nicht so lange wie externe Unternehmensberatungen. Die Entwicklung hat in Deutschland in den letzten Jahren mit der Gründung und dem deutlichen Wachstum von z. B. Mercedes-Benz Management Consulting und VW Consulting nochmal deutlich an Momentum gewonnen. Dabei spielen neben geringeren Kosten diverse Faktoren eine Rolle für diese Entwicklung. Für ein Unternehmen, welches eine interne Beratung aufbaut, ist es dabei sehr wichtig, dass die Berater stets ausgelastet sind, um den Kostenvorteil gegenüber externen Unternehmensberatungen zu realisieren. Denn ein Unternehmen muss interne Berater auch dann bezahlen, wenn diese gerade kein konkretes Projekt haben. Dies ist bei der Anstellung von externen Unternehmensberatern nicht der Fall.

Bei einem Vergleich von Inhouse-Beratungen und externen Unternehmensberatungen ist es sehr wichtig, dass auch Beratungen mit ähnlichen Schwerpunkten und Art der Beratung (z.B. Strategie, Operations usw.) verglichen werden. Wir fokussieren uns hierbei vor allem auf interne und externe Managementberatungen bzw. Strategieberatungen. Im Bereich externe Unternehmensberatungen sind das beispielsweise McKinsey, BCG, Bain oder Roland Berger. Im Bereich interne Beratungen handelt es sich um Firmen, wie Siemens Management Consulting, Mercedes-Benz Management Consulting, VW Consulting, E.ON Consulting usw. Die Argumente gelten gleichermaßen auch für viele andere Arten der Beratung. Die folgenden Vor- und Nachteile beziehen sich dabei vor allem auf deine Perspektive als angehender Berater.

Vorteile – Inhouse-Beratung

Inhouse-Beratungen beschäftigen sich vor allem mit internen Problemstellungen innerhalb eines Unternehmen. Dies ermöglicht es den Beratern, ein sehr spezifisches Wissen und Netzwerk aufzubauen. Dieses Wissen und Netzwerk hilft dabei vor allem bei einem Exit in einen “normalen” Job im selben Unternehmen. Viele interne Beratungen haben dabei auch das ganz klare Ziel, Talent-Developer für das Unternehmen zu sein und sehen diesen Exit ganz klar vor. Außerdem hat man durch das Netzwerk häufig die Option auf Stellen, die nur intern ausgeschrieben werden. Wenn es dir also schon klar ist, in welcher Industrie und sogar in welchem Unternehmen du einmal arbeiten möchtest, bietet sich der Einstieg bei internen Beratungen oft an. Diese Nähe zum Unternehmen hilft auch im Arbeitsalltag. So erhalten interne Berater von den Mitarbeitern des Unternehmens oft einen Vertrauensvorschuss, während bei externen Unternehmensberatern häufig das Gegenteil der Fall ist. Dies führt dann häufig auch zu einem angenehmeren Arbeitsumfeld. Desweiteren ist die Work-Life-Balance in der Inhouse-Beratung oft besser. Das kommt zum einen durch einen generell geringeren Reiseaufwand, aber auch durch zumeist niedrigere Arbeitszeiten, als dies in der externen Unternehmensberatung der Fall ist. Schließlich ergibt sich durch die geringeren Arbeitszeiten und insbesondere sehr ähnliche Gehälter zu Beginn der Karriere häufig ein höheres Gehalt pro Stunde.

Vorteile – Externe Unternehmensberatung

Als externer Unternehmensberater legst du dich zu Beginn deiner Karriere nicht auf ein Unternehmen und zumeist auch nicht auf die Industrie fest (hängt ein wenig von der Unternehmensberatung und dem gewählten Model zum Einstieg ab). Du hast also die Chance, dich in vielen Unternehmen und Industrien umzusehen und dadurch ein breites Wissen und Netzwerk aufzubauen. Dies kommt dir insbesondere zugute, wenn du dir noch nicht sicher bist, in welcher Industrie du einmal arbeiten möchtest. Außerdem bieten externe Unternehmensberatungen häufig zum einen ein deutlich breiteres Portfolio an Beratungsleistungen an und zum anderen auch ganz andere Formen und Kunden z.B. die Beratung von Regierungen, NGOs oder Private Equity Unternehmen. Letzteres führt dazu, dass sich ganz andere Optionen zum Exit auftun, z.B. der Wechsel zu einem Private Equity Fund oder einer Regierungsorganisation. Auch als Gründer profitierst du in der Regel mehr von der Zeit in einer externen Unternehmensberatung, da diese häufig bekannter sind (wichtig fürs Fund-Raising) und du ein breiteres Netzwerk besitzt. Außerdem sind die Chancen auf internationale Projekte bei externen Unternehmensberatungen deutlich höher. Viele Inhouse-Beratungen sind eher lokal fokussiert oder auf einige wenige internationale Standorte begrenzt, während externe Unternehmensberatungen zumeist in sehr vielen Ländern weltweit vertreten sind. Häufig ergibt sich dann auch die Möglichkeit, bei einem internationalen Projekt mitzuwirken oder sogar in ein internationales Office zu wechseln. Schließlich verdient man in einer externen Unternehmensberatung häufig absolut leicht mehr und die Gehaltsentwicklung, insbesondere auf dem Partnerlevel, ist nach oben weniger begrenzt (da nicht eingebunden in einen Konzern).

Es kommt deutlich häufiger vor, dass Unternehmensberater den Schritt von einer externen Unternehmensberatung zu einer Inhouse-Beratung tätigen. Das liegt vor allem an der besseren Work-Life-Balance, welche ihnen ermöglicht, sich z.B. mehr um ihre Familie zu kümmern.

Wenn es dein Ziel ist bei einer Top-Strategieberatung oder Inhouse Beratung mal ein Praktikum zu machen bzw. dauerhaft dort zu arbeiten, dann schau mal bei uns bei karrierefreund.de vorbei. Bewerbe dich ganz einfach in unter 3min und profitiere u.a. von unseren Erfahrungen bei Bertelsmann, UBS, Roland Berger, BCG und Triton. Sichere dir z.B. über 25h Videoinhalte, zahlreiche PDFs und die persönliche Interaktion in unserem Elite-Coaching und damit eine nie dagewesene Möglichkeit deine Ziele einfacher, sicherer und schneller zu erreichen.

– Jonas, jonas@karrierefreund.de

Bildquelle: Roland Samuel

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