In keinem anderen europäischen Land gibt es so viele Multi Family Offices, wie in der Schweiz. Diese Gesellschaften verwalten das Vermögen von High Net Worth Individuals (HNWI) und gehören somit zu den relevantesten Playern in der Schweizer Finanzszene. Doch wieso lohnt es sich, bei einem der 150 wichtigsten MFOs der Schweiz Karriere zu machen? Das Team von Wiwiguru hat drei Gründe zusammengefasst, die für einen Berufseinstieg bei einem Family Office sprechen. Wir wünschen euch schon einmal viel Erfolg für eure Bewerbung!

#1: Bei Schweizer Multi Family Offices seid ihr von Anfang an in Deals involviert

Viele ambitionierte Wirtschaftswissenschaftler verfolgen das Ziel, den Berufseinstieg im Investment Banking zu schaffen. Insbesondere der Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) gewinnt immer mehr an Attraktivität. Gerade bei den großen Banken, ist die M&A-Karriere zu Beginn allerdings häufig nicht so spannend, wie erhofft. Die Deals werden von Senior Managern und Partnern vollzogen und die Analysten übernehmen eher langweilige Arbeiten. Eine interessante Alternative könnten tatsächlich Family Offices sein, die im Bereich Private Equity aktiv sind. Hier seid ihr aufgrund der Größe der Investment Gesellschaften von Anfang an stark involviert und könnt spannende Deals hautnah miterleben und gestalten. Diese Erfahrung ist Gold wert und spricht definitiv für einen Berufseinstieg bei einem Multi Family Office.

#2: Über Multi Family Offices in der Schweiz könnt ihr ein beeindruckendes Netzwerk aufbauen

Wie bereits erwähnt, ist die Zahl der Multi Family Offices in der Schweiz beeindruckend. Nur wenige wissen, dass nicht nur die Schweizer Privatbanken höchst relevant sind, sondern auch die Verwalter von Familienvermögen in Milliardenhöhe. Das bedeutet auch, dass ihr über die größten Multi Family Offices der Schweiz Zugang zu Personen bekommt, an die ihr sonst kaum herankommen würdet. Gerade in der Investment Branche ist ein umfassendes Netzwerk von größter Bedeutung, sodass ihr bei einem Multi Family Office eine wichtige Basis schaffen könnt. Viele ehemalige Manager eines MFOs gründen nach einiger Zeit eine eigene Vermögensverwaltung oder gar ein Family Office. Eine andere Exit-Option ist der Wechsel zu einer Bank. Gerade in der Schweiz stehen guten Finance Profis viele Türen offen. Wer in der Lage ist, HNWI als Kunden oder Partner mitzubringen. erhöht natürlich seine Erfolgsaussichten.

#3: Family Offices ersetzen für die Superreichen zunehmend Banken und Asset Manager

In den letzten Jahren haben Beobachter der Finanzbranche einen starken Konkurrenzkampf im Wealth Management beobachtet. Viele Banken haben großes Interesse an Ultra High Net Worth Individuals, tun sich jedoch schwer bei der Kundenakquise. Das liegt insbesondere an der Bedeutung von Family Offices. Die Ultrareichen richten entweder ein eigenes Family Office ein oder vertrauen auf erfahrene Multi Family Officer. Der Grund hierfür ist einfach: Sie wünschen sich eine individuelle Betreuung, die auf ihre persönlichen Wünsche und Anforderungen eingeht. Bei großen Banken und Asset Managern ist das nicht in dem Maße möglich, wie es bei Family Offices der Fall ist. Wenn ihr also in einem aufstrebenden Bereich arbeiten möchtet, bietet sich ein Job bei einem Multi Family Office an. Denn der erwähnte Trend scheint nicht abzureißen.

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Portrait Solon Management Consulting: Fokus auf Telekommunikation, Medien und Technologie (TMT)

Solon Management Consulting ist eine auf die sogenannten TMT-Branchen spezialisierte Beratung aus München. Zu den bedienten Bereichen gehören Medien, Kabelnetze, Glasfaser und xDSL, Mobilfunk, Datacenter, Hosting & Cloud, Technologie, Software sowie Private Equity. Bei Solon steht der komplette Business Development Lifecycle im Fokus, was bedeutet, dass von Strategie über Business Development und Performance Improvement bis hin zu Transaktionen zahlreiche Projekte bearbeitet werden. Mit Büros in München, London, Paris, Warschau und Mailand sowie Partnerbüros in Boston, New York und San Francisco ist die Beratung durchaus international aufgestellt. Seit der Gründung im Jahr 1996 wurde die Beratung bereits mehrfach zum besten Consulting Unternehmen in der TMT-Branche gekürt und legt außergewöhnlich großen Wert auf ein erfahrenes und gleichzeitig menschlich angenehmes Team.

Wie sieht ein Praktikum bei Solon aus und welche Erfahrungen und Kenntnisse braucht ihr dafür?

Laut Website von Solon müsst ihr natürlich zu den absolut Besten eures Jahrgangs zählen und außergewöhnliche Fähigkeiten sowie analytische Denken mitbringen. Soweit unterscheidet sich das Anforderungsprofil nicht von anderen Top-Beratungen und doch zeigt bereits die Karriereseite, dass Solon etwas anders tickt. Ein erfahrener Berater wird während der gesamten Zeit des Praktikums euer Coach sein. Ihr arbeitet fest an einem oder zwei Projekten und seid kein “Lückenfüller”, der immer dann eingesetzt wird, wenn Themen in einem Projekt abgearbeitet werden müssen. Die akademische Fachrichtung spielt keine Rolle, solange ihr offen, kreativ und strukturiert denkt und arbeitet. Ihr seid in München, London, Paris, Warschau oder Mailand stationiert, sodass ihr schon im Praktikum die Möglichkeit habt, internationale Erfahrung zu sammeln. Kurzum: Solon Management Consulting ist keine typische Beratung, wie man sie häufig sieht. Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Bewerbung und viel Spaß im Praktikum!

Warum ein Praktikum bei einer Consulting Boutique besser sein kann als bei den großen Beratungen

Zu den größten Strategieberatungen in Deutschland gehören neben den absoluten Top-Beratungen (McKinsey, Bain, BCG) auch zahlreiche mittelständische Beratungen und Boutique Consulting Firmen. Gerade diese Unternehmen sind für Praktikanten besonders interessant, weil hier früh Verantwortung übernommen werden kann und muss. Natürlich findet ihr in kleinen Beratungen auch eine starke Hierarchie vor – sonst wären die Aufstiegschancen in der Branche ja nicht so interessant. Allerdings sind die Teams deutlich kleiner und ein Projekt wird oftmals nur von wenigen Beratern betreut. Somit habt ihr als Praktikant nicht selten bereits die Chance, relevante Aufgabenpakete zu übernehmen und ganze Teilprojekte eigenverantwortlich zu gestalten. Außerdem zeichnen sich Consulting Boutiquen oftmals dadurch aus, dass sie den vollen Fokus auf das Top-Management und strategisch höchst wichtige Themen legen. Somit besteht bei einer kleineren Beratung weniger die Gefahr, zur verlängerten Werkbank der Auftraggeber zu werden und wochenlang stumpfsinnige Aufgabe zu übernehmen. Zu guter Letzt sei natürlich auch auf die Gehälter bei den kleinen Top-Beratungen verwiesen. Während breit aufgestellt, große Consulting Firmen beim Gehalt zunehmend knausern, sind Top Management Consulting Boutiquen noch etwas großzügiger.

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Bildquelle: Jan Antonin Kolar


Portrait Saxenhammer & Co. Corporate Finance: Führende Boutique Investment Bank aus Berlin

Die wichtigste Information für euch gleich zu Beginn: Saxenhammer & Co. sucht laufend erstklassige Praktikanten für einen Zeitraum von sechs Monaten. Warum Corporate Finance Beratung aus Berlin eine interessante Option für eure nächsten Karriereschritte sein könnte, lest ihr im Folgenden. Saxenhammer & Co. gehört zu den führenden Corporate Finance Beratungen im deutschsprachigen Raum. Die M&A-Boutique bietet ein umfassendes Leistungsspektrum rund um Unternehmenskäufe und -übernahmen. Besonders renommiert ist Saxenhammer im Bereich Restrukturierung und Special Situations. Neben dem Büro in Berlin werden Standorte in Frankfurt und Mailand unterhalten. Die erfahrenen Partner können einen beachtlichen Track Record aufweisen und sind extrem gut vernetzt. Einen Überblick über Transaktionen aus der jüngsten Vergangenheit könnt ihr der Website entnehmen.

Wie sieht ein Praktikum in der M&A-Beratung aus und was ist das besondere an einer M&A-Boutique?

Egal ob Sell-Side oder Buy-Side – kaum eine Branche ist für Wirtschaftswissenschaftler spannender als die M&A-Beratung. Hier zieht es häufig die besten Finance-Profis hin und der Bereich gilt nicht umsonst als Königsdiziplin. Daher ist es ein wahres Privileg, ein Praktikum bei einer M&A-Boutique absolvieren zu dürfen und den Auserwählten stehen vielfältige Karriereoptionen offen. Insbesondere aufgrund der Größe der Gesellschaften unterscheidet sich ein Praktikum bei einer M&A-Boutique von einem Internship in einer größeren Investmentbank. Da das Team merklich kleiner ist, kommt jedem Mitarbeiter deutlich mehr Verantwortung zu. Ihr werdet die Möglichkeit erhalten, aktiv bei Deals mitzuarbeiten und dürft Aufgaben übernehmen, die in einer großen Investment Bank den Analysten und Associates vorenthalten werden. Das bedeutet allerdings auch, dass sich eure Chefs auf euch verlassen. Der Druck ist also durchhaus etwas höher. Ihr solltet also im eigenen Interesse Erfahrungen in anderen hochklassigen Praktika gesammelt haben (Strategie-Beratung, Venture Capital, Private Equity etc.).

Auf diese M&A Beratungen aus Deutschland solltet ihr für eure Karriere und das nächste Praktikum achten

Die Landschaft der deutschen M&A-Consulting Firmen ist äußerst vielfältig und hält zahlreiche spannende Optionen bereit. Allerdings kennen sich viele Studenten und Berufseinsteiger noch nicht gut genug in der Szene aus, um auf die M&A-Boutiquen zu stoßen. Mit Wiwiguru helfen wir euch dabei, interessante Karrierepfade und Unternehmen zu entdecken. Dabei greifen wir auf die Liste der 100 größten M&A und Corporate Finance Beratungen zurück. M&A-Beratungen, über die wir bereits berichtet haben, sind unter anderem HSCie aus München oder IMAP M&A Consultants aus Mannheim. Es lohnt sich, regelmäßig auf unserer Seite vorbeizuschauen, denn wir halten auch regelmäßig exklusive Stellenanzeigen für euch bereit.

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Portrait der internationalen Top-Management und Technologie Beratung BearingPoint

BearingPoint gehört zu den weltweit bedeutendsten Management Beratungen und hat sich auf die Bereiche Strategie- und Technologieberatung spezialisiert. Neben klassischen Beratungsdienstleistungen ist die Gesellschaft sogar in der Lage, eigene Softwarelösungen zu entwickeln, um den Kunden im IT-Bereich optimal weiterzuhelfen. Der Hauptsitz von BearingPoint liegt in Amsterdam und global werden mehr als 4.000 Mitarbeiter beschäftigt. Neben dem deutschen Hauptsitz in Frankfurt gibt es noch sieben weitere Büros in Deutschland. Die Geschichte der Beratungsgesellschaft weist bereits zahlreiche Höhen und Tiefen auf, wobei das Jahr 2009 besonders bedeutend ist. Im Rahmen eines Management Buy Outs (MBO) übernahmen die Partner von Bearing Point in der EMEA-Region die hiesige Beratungseinheit. Seither agiert BearingPoint EMEA als eigenständiges Unternehmen im Besitz von circa 170 Partnern. Zu den Kunden gehören zahlreiche große Unternehmen und Konzerne, wobei der Fokus insbesondere auf Industrieunternehmen liegt.

Warum BearingPoint gut für euer nächstes Consulting Praktikum geeignet ist

BearingPoint ist stark auf IT und Technologieberatung ausgerichtet. Diese Fokussierung ist durchaus sinnvoll, wenn man sich aktuelle Entwicklungen in der Wirtschaftswelt anschaut. Die Digitalisierung beeinflusst immer mehr Branchen und die meisten Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihr Geschäftsmodell in die digitale Welt überführen zu müssen. Genau hier setzen erfolgreiche Management-Beratungen an. Ein Praktikum bei BearingPoint wird euch nicht nur mit für Wirtschaftswissenschaftler typischen Strategiethemen konfrontieren, sondern auch mit technischen Fragestellungen. Somit erweitert ihr euren Horizont und seid perfekt auf die Zukunft der Arbeitswelt vorbereitet. Wir sind uns sicher, dass es immer wichtiger wird, sich schnell in fremde Fragestellungen einzuarbeiten und Themen zu verstehen, die weit entfernt von der eigenen Comfort-Zone liegen. Bei einem BearingPoint Praktikum müsst ihr keine Angst haben, mit komplexen Aufgaben alleine gelassen zu werden. Erfahrene Management Consultants stehen euch mit Rat und Tat zur Seite und die Beratung legt großen Wert auf ein gemeinschaftliches Miteinander. Wir wünschen euch schon jetzt viel Spaß bei eurem nächsten Praktikum und freuen uns über Erfahrungsberichte.

Diese Consulting Firmen aus Frankfurt solltet ihr für eure Karriere im Auge behalten

In Deutschland existieren zahlreiche Top-Management und Strategie-Beratungen. Auf der Basis der Liste der Top 75 Strategieberatungen haben wir für euch die interessantesten Gesellschaften mit Sitz in Frankfurt herausgesucht. Neben BearingPoint solltet ihr insbesondere Arthur D. Little im Auge behalten. Die Management-Beratung gilt als älteste Beratungsgesellschaft der Welt und wurde bereits 1886 gegründet. Dass die Consulting Firma noch immer am Markt ist zeigt, wie wandlungs- und anpassungsfähig sie auftritt. Viele der größten Unternehmen vertrauen insbesondere bei strategischen Themen auf Arthur D. Little. Auch PricewaterhouseCoopers (PwC) hat die Deutschlandzentrale in der Bankenmetropole am Main. Insbesondere als Einstieg in die Beratungswelt eignen sich die Big Four sehr gut. Kleinere und dennoch sehr interessante Strategieberatungen aus Frankfurt sind ANXO Management Consulting, d-fine oder quattron management consulting. Ihr solltet bedenken, dass der Standort eures Arbeitgebers in der Beratungsbranche eher zweitrangig ist, da ihr vorwiegend auf Projekten seid und das Büro kaum zu Gesicht bekommt. Es lohnt sich also, auch Management-Beratungen mit Sitz in anderen Städten anzuschauen. Mit Wiwiguru halten wir euch immer auf dem Laufenden und stellen euch spannende Beratungen in ganz Deutschland für euer nächstes Praktikum oder den Berufseinstieg vor.

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Bildquelle: Razvan Chisu


Hübner Schlösser & Cie – ein Urgestein unter den deutschen M&A Beratungen, Portrait, Kunden, Deals und Berufseinstieg

Hübner Schlösser & Cie (HSCie) wurde 1992 in München von Vincent Hübner gegründet. Bis heute hat HSCI über 150 Unternehmenstransaktionen realisiert mit einem Gesamtwert von über 17 Milliarden Euro. Die Firma ist spezialisiert auf den An- und Verkauf von Mittelständischen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 500 Millionen und zwei Milliarden Euro. Das Unternehmen ist bestens vernetzt in der Deutschen Industrie und zählt namhafte deutsche Unternehmen wie RWE, Rohde & Schwarz, Heraeus, Heidelberger Druck, Advent International, Equistone, Auctus und Carl Zeiss zu seinen Kunden. Durch das 2012 gegründete Partnernetzwerk SOCIUS mit Repräsentanz in Europa, Nordamerika und Asien sind Sie ebenso in der Lage internationale Deals dementsprechend zu beraten und abzuwickeln. Das hohe Renommee sind entstanden durch die hohe Servicequalität und knapp 30 Jahre Erfahrung am Markt.

Welche M&A Deals haben sie abgeschlossen? In welchen Branchen ist HSCIE als Beratung tätig?

Der letzte veröffentlichte Deal der von HSCIE betreut wurde, war der Verkauf einer Produktionsfirma für Metallschläuche, WESTFALIA Metal Hoses an einen chinesisches Unternehmen mit Fokus auf Reifenventilen, welches als Autozulieferer tätig ist. Hier wird die globale Abdeckung deutlich, und wie auch eine mittelständische unabhängige Beratung, Deals solcher Komplexität stemmen kann. Der Fokus liegt auf Verkäufen aus oder nach Deutschland oder auf dem deutschen Markt. Es wird in sehr diversen Branchen beraten, vom Automobilsegment über Beleuchtung bis hin zu Schmuck und Edelsteinen. Sowohl auf der Käufer- als auch Verkäuferseite bietet HSCie seine Dienste an, einer der aktuellen Deals auf Käuferseite war die Betreuung des Kaufes eines norwegischen Ausrüsters für Lifecycle Services, der Wartung und Instandsetzung von Industrieanlagen, hier spezialisiert auf dem maritimen Bereich durch einen österreichischen Konkurrenten

Dein Einstieg bei HSCie, Tipps, Tricks und Hinweise? Wie werde ich M&A Berater?

Es gibt drei verschiedene Wege, um Teil des Teams bei HSCie zu werden, es richtet sich danach, welche Vorerfahrungen man bereits sammeln durfte. Der Einstieg während oder nach dem Studium gelingt als Praktikant, hier zählen wie üblich überdurchschnittliche Studienleistungen und erste Erfahrungen im Bereich Mergers & Acquisitions/ Corporate Finance. Von entscheidender Bedeutung sind im Studium erlernte und im Idealfall durch Praktika vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Rechnungslegung und Finanzanalyse, denn dies stellt bei einer M&A Beratung das tägliche Brot der Arbeit dar, die gemacht werden muss. Wenn bereits Arbeitserfahrung gesammelt werden konnte, kommt ein Einstieg als Corporate Finance Analyst(in) in Frage. Hier zählt Berufserfahrung im Investmentbanking, der Wirtschaftsprüfung oder einer M&A Beratung oder Abteilung. Im Zuge dessen wird gefordert, sich fundierte Kenntnisse in den Bereichen Financial Modelling, Finanzanalyse und Rechnungslegung angeeignet zu haben. Mit etlichen Jahren relevanter Berufserfahrung im M&A Geschäft gelingt der Einstieg als Associate Partner(in), hier steht die eigenständige Akquise im Fokus und es müssen Mandate durch das eigene Netzwerk akquiriert werden.

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Zu der Beraterwelt gehört eine klar definierte Karriereleiter. Alle paar Jahre wird eine neue Karrierestufe erreicht – oder es wird einem nahegelegt sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen. Doch wie sehen die Karrierestufen genau aus?

Analyst: Aufgaben, Gehalt, Chancen

Als Bachelor-Absolvent steigt man als “Analyst” ein. Die Jung-Berater erledigen einen großen Teil der Fleißarbeit die im Rahmen eines Projektes anfällt: Interviews mit Kunden führen, Präsentationen vorbereiten, Models aufbauen und pflegen. Bei BCG verdient man in dieser Position etwa 70.000€ pro Jahr. Für einen weiteren Aufstieg in der Beratung wird einem häufig das Absolvieren eines einjährigen Masters oder MBAs nahegelegt – natürlich finanziell unterstützt von der Firma.

Associates bzw. Consultants: Aufgaben, Gehalt, Chancen

Als Assosciate oder Consultant (die genaue Bezeichnung hängt von der jeweiligen Beratung ab) steigt man als Master oder MBA-Absolvent ein. Diese übernehmen mehr Verantwortung, unter anderem für eigene Teilprojekte eines Auftrags. Man ist auch für die Präsentation der Ergebnisse verantwortlich und übernimmt Teile der Kundenkommunikation. Das Gehalt liegt hier schon bei 100.000€ aufwärts. Nach wenigen Jahren Arbeitserfahrung wird man Projektleiter (oder hinauskomplementiert). An dieser Stelle hat man allerdings schon gute Exit-Chancen, sei es in die Industrie oder Startups.



Engagement Manager bzw. Project Leader: Aufgaben, Gehalt, Chancen

Die Projektleiter übernehmen die Koordination des Projektes und sind in regem Kontakt mit dem Kunden. Dabei steht im Fokus, dass das Projekt um jeden Preis in der vorgegebenen Zeit gut erledigt wird. Zudem werden erste Kundengewinnungsaktivitäten übernommen. Engagement Manager / Project Leader (erneut hängt die Bezeichnung von dem Arbeitgeber ab; bei McKinsey wird man beispielsweise als Engagement Manager tituliert, bei Bain ist man ein Case Team Leader) sind auch im Rekrutierungsprozess eingebunden. Projektleiter verdienen um die 150.000€ und haben – auch durch den gesteigerten Kundenkontakt – hervorragende Exit-Möglichkeiten.

Principals bzw. Associate Partners: Aufgaben, Gehalt, Chancen

Als Prinicpal steht man auf der Karrierestufe zwischen einem Projektleiter und der Partner. Entsprechend gestalten sich die Aufgaben. Man überwacht größere Projekte, die den Einsatz mehrerer Projektteams erfordern, man sorgt dafür, dass Abschlusspräsentationen auf Top-Level gehalten werden, man pflegt Kundenkontakte. Das Gehalt liegt bei 200.000€ aufwärts, bei einem Exit steigt man häufig auf C-Level ein.

Partner bzw. Director: Aufgaben, Gehalt, Chancen

Auf dem Olymp des Beraterlebens angekommen kümmert man sich vor allem um die Neukundengewinnung und die oberste Überwachung des Recruitings. Auch die Strategie der Beratungen wird in dieser Position bestimmt. Gehälter: Ab 500.000€ bis in den Millionenbereich.

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Bildquelle: Joshua Ness


Nachwievor gelten Anstellungen bei Beratungsgrößen wie McKinsey und Konsorten als Top-Positionen für Wirtschaftswissenschaftler. Nachwuchs-Wiwis werden durch eine steile Lernkurve, gute Exit-Möglichkeiten und eine überdurchschnittliche Bezahlung gelockt. Wir haben uns mit der Frage beschäftigt: Wofür werden junge Consultants eigentlich bezahlt – und wie schlagen sich diese die langen Nächte um die Ohren?

Reisen zum Kunden und wieder zurück

Ein großer Bestandteil des Beraterlebens ist das Reisen. So geht es am Montag morgen zum Kunden und am Donnerstag Abend wieder zurück. Die Strecke wird mit einer Mischung aus Flugzeug, Bahn und Taxi zurückgelegt.

Tägliche Team-Meetings

Damit man stets untereinander auf dem neuesten Stand ist und strukturiert die Probleme des Kunden löst, stehen tägliche Teammeetings und gegenseitige Updates an. Roadmaps werden aufgestellt, Todos verteilt, es wird definiert welche Daten man besorgen muss.

Excel, Tableau, Alteryx & Co.

Integraler Bestandteil des Beraterlebens ist das Aufstellen von Finanz-Modellen und Durchrechnen von Optionen und Vorschlägen oder typisches Benchmarking. Dafür wird meist auf bereits vorhandene Modelle aus vorigen Aufträgen aufgebaut. Verwendete Tools reichen vom Dauerbrenner Excel bishin zu moderneren Tools wie Tableau, das gute Darstellungsoptionen bietet.

Kundengespräche: Von Einzelgesprächen bishin zu Workshops

Um die Probleme des Kunden zu verstehen steht man im regen Austausch mit den Mitarbeitern des Unternehmens. Dies kann in Einzelgesprächen geschehen, oder in größeren Runden. Dabei werden spezifische Fragen behandelt und Informationen eingeholt.

Slides, Slides, Slides

Das Ergebnis der Beraterarbeit sind konkrete Handlungsvorschläge zur Lösung eines Problems. Zum Beispiel: Die Sales eines Konsumgüterherstellers fallen stetig im Onlinegeschäft – was kann man tun? Die Analysen und Lösungswege der Beratertrupps müssen schließlich dem Management des Kunden präsentiert werden. Dies muss höchst übersichtlich, fehlerfrei und klar strukturiert präsentiert werden. Mit ganz vielen Powerpoint Slides, deren Anfertigung sich zum Teil bis in die Nächte zieht.

Hotels

Während die Berater unterwegs sind, wird in Hotels übernachtet. Diese sind meist im luxuriöseren Bereich und mögen zu Beginn der Beraterkarriere aufregend sein, werden aber mit der Zeit Alltag.

Office-Freitag

Der Berater-Freitag wird am Heimatstandort mit entspannteren Tätigkeiten verbracht: Reisekostenabrechnungen, Trainings, Büroarbeit. Dementsprechend früh wird auch in das wohlverdiente Wochenende aufgebrochen.

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Bildquelle: Eva Darron, Unsplash


Durch ein Praktikum im Consulting-Bereich erlernt man wichtige Fähigkeiten für das weitere Berufsleben, knüpft wertvolle Kontakte und öffnet weitere Türen. Gerade ein Praktikum bei den Größen der Branchen, wie etwa McKinsey, Boston Consulting Group, Roland Berger oder Bain, sticht aus dem Lebenslauf heraus und ist die beste Voraussetzung für einen späteren Berufseinstieg. Doch wie wird man zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen – und wie meistert man dieses?



Der passende Lebenslauf

Die Top-Beratungen haben ein recht klares Bild davon wie Bewerber aussehen sollen. Wenn man die Kriterien nicht erfüllt wird es schwer einen Platz (zumindest für ein Praktikum) zu bekommen. Diese bestehen aus vier großen Komponenten:

  • Exzellente Noten
  • Auslandserfahrung
  • Erste Praktika bzw. Arbeitserfahrung
  • Außergewöhnliche Leistungen, Aktivitäten oder Engagement

Während 1A Noten und Auslandserfahrung zum Grundgerüst gehören, sollten die Kandidaten sich auch darüber hinaus von der Masse abheben. Sei es durch besondere Praktika, gesellschaftliches Engagement oder Errungenschaften. Zudem verbessert es die Chancen wenn man an einer der Top-Wirtschaftsuniversitäten war. Allerdings ist es heute kein Ausschlusskriterium mehr wenn man eine “normale” Uni besucht hat oder an einer Fachhochschule studiert. Viel wichtiger ist die Exzellenz und die “Kante”, die einen vom Rest unterscheidet.

Ein McKinsey Job-Interview meistern

Wenn man sich gegen die Vielzahl anderer Kandidaten durchgesetzt hat, stehen die Bewerbungsgespräche an. Bei diesen sitzt man meist mehreren Beratern gegenüber und muss sich beweisen. Während der erste Teil der Gespräche übliche Bewerbungsfragen sind um den Kandidaten näher kennenzulernen, dreht sich der zweite Teil um “Business Cases”. Hierbei muss man zeigen, dass man strukturiert Probleme angehen und plausible Lösungsvorschläge erarbeiten kann. Um die strukturierte Herangehensweise zu verinnerlichen und zu üben gibt es eine Vielzahl an Übungsbüchern. Daneben sind aber noch zwei Faktoren enorm wichtig: zum einen, müssen die Gegenüber sich vorstellen können den Bewerber einem Kunden zu präsentieren. Das bedeutet: einen höflichen Umgang pflegen und ein sicheres Auftreten haben. Zum anderen müssen sich die Berater vorstellen können mit dem Bewerber Seite an Seite zu arbeiten. Freundlichkeit und Bodenständigkeit zahlen sich hier aus.

Was ist, wenn man nicht den passenden Lebenslauf hat?

Wie bereits beschrieben sind die großen Beratungen sehr “picky” was ihre Kandidaten angeht. An sich kann man seinen Studienweg danach optimieren; unter anderem ein Auslandssemester frühzeitig organisieren, sich engagieren und besonders viel Aufwand in die Klausurvorbereitung stecken. Realistisch gesehen entspricht der Großteil der Studierenden aber nicht dem Wunschprofil von BCG & Co – was allerdings auch gar nicht schlimm ist. Zum einen ist es der Versuch einer Bewerbung immer wert. Zum anderen ist es auch kein Beinbruch, wenn man eine mittelgroße oder kleinere Beratung ansteuert (EY, KPMG, PWC, etc.). Gerade im Strategiebereich ähneln sich die Tätigkeiten, nur mit dem Unterschied, dass größere Beratungen auch größere Firmen beraten. Zudem macht einen gesammelte Erfahrung im Beratungsbereich attraktiver für kommende Bewerbungen.

Also: Nicht verzagen, einen Blick auf unsere Consulting-Stellenbörse werfen – und darauf los bewerben!

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