“Was ist denn der beste Data Science Master für BWLer?” wurde neulich auf unserer Q&A-Seite gefragt. Eigentlich eine spannende Frage, denn an sich eröffnen sich in der Wirtschaftswelt viele Anwendungsmöglichkeiten für Machine Learning & Co. Leider stehen Wirtschaftswissenschaftler nur eine eingeschränkte Auswahl an Programmen zur Verfügung, weil man meist ein gewisses Maß an Informatik Vorkenntnissen (und Credits) zur Zulassung einbringen muss. Zum Glück gibt es eine Reihe von Programmen, die perfekt auf BWLer und VWLer zugeschnitten sind.

Master in Data Science for Business, Joint Degree HEC Paris und Ecole Polytechnique

Die “École des hautes études commerciales de Paris” ist die Kaderschmiede der französischen Wirtschaft, während die École Polytechnique eine der angesehensten Universitäten für den naturwissenschaftlichen Bereich ist. Zusammen bieten die beiden Hochschulen den wohl europaweit besten Data Science Master für Studenten der Wirtschaftswissenschaften an. Während im ersten Jahr die Grundlagen in Mathematik und Data Science Methoden an der Ecole Polytechnique gelegt werden, steht im zweiten Jahr an der HEC der Management Part an erster Stelle. Zudem kann man zwischen einem “Digital Entrepreneurship”- oder “Digital Transformation”-Track wählen. Einziger Wermutstropfen: Der selektive Auswahlprozess und die hohen Studiengebühren.

Management & Data Science, Leuphana Universität Lüneburg

Der Master der Leuphana Universität verbindet typische Management Kurse mit Schwerpunkt “Entrepreneurship” mit Kursen aus dem Data Science Bereich. Hier gibt es kurze zum maschinellen Lernen, statistischen Grundlagen und Wahlkurse zu High Performance Computing und weiteren Themen. Ein großer Vorteil des Leuphana Masters sind die machbaren Aufnahmekriterien (mindestens 60 CP in einem Fach der Wirtschaftswissenschaften, Informatik oder Naturwissenschaften). Darüber hinaus sollten Studierende eine Programmiersprache beherrschen und auf Basiswissen der Linearen Algebra zurückgreifen können. Gegen den Master spricht, dass Lüneburg nicht das Renomee anderer Unis vorweisen kann.

Master in Data Science, Universität Mannheim

Im BWL-Bereich ist die Universität Mannheim führend in Deutschland. Mit dem recht jungen Master in Data Science bietet die Hochschule nun ein Top-Programm für angehende Data Scientists an. Im Unterschied zu den vorher genannten Studiengängen ist das Mannheimer Programm stark technisch und quanitativ: Die ersten drei Semester bestehen jeweils aus den Blöcken “Data Management” mit Modulen wie “Web Data Integration”, “Algorithmics” oder “Semantic Web Technologies” und dem “Data Analytics” Blöcken mit Fächern wie “Computational Finance”, “Research Design” oder “Hot Topics in Machine Learning”. Da nur 25 Studenten angenommen werden wird der Auswahlprozess hoch selektiv sein.

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Finanzwirtschaftliche Master decken meist zwei Bereiche ab: Das Investment Banking sowie Corporate Finance. Im Investment-Teil wird unter anderem über Asset Pricing, Risikomanagement, Portfolio- und Investitionsstrategien gelehrt. Der Corporate-Finance Bereich beschäftigt sich um Finanzierungsmodelle und Bewertungen. Mit einem hochwertigen Finance Abschluss stehen einem die Türen zu Investment Banken, Venture Capital Firmen und weiteren Top-Jobs offen. Wir geben euch eine Übersicht der (unserer Meinung nach) 5 besten Finance-Master in Europa.

Universität St. Gallen
Banking and Finance

Laut Financial Times Ranking ist der “MBF” der HSG das beste Finance Master-Programm im deutschsprachigem Raum – und international auf Platz 8. Die Lehre auf hohem Niveau qualifiziert für hochkarätige Einstiegspositionen. Absolventen finden sich bei BlackRock, BCG, McKinsey, J.P. Morgan, Credit Suisse und weiteren großen Namen.

Oxford University
Financial Economics

Die Elite-Uni Oxford steht weltweit für eine Ausbildung auf allerhöchstem Niveau. Zu den Pflichtkursen gehören Asset Pricing, Corporate Finance, Finanz-Ökonometrie und Volkswirtschaftslehre. Vertiefungen können beispielsweise in “Entrepreneurial Finance”, Private Equity und M&A gewählt werden. 90% der Absolventen haben innerhalb von drei Monaten nach Abschluss einen Job – unter anderem bei Goldman Sachs, Lazard, BCG, etc.

HEC Paris
International Finance

Im Alma Mater Index, der besagt von welchen Unis die CEOs der größten Firmen kommen, belegt die HEC Paris Rang 3 – direkt nach Harvard und Stanford. Der 10-monatige Master in International Finance bietet einen hohen Praxisbezug, ein starkes Netzwerk sowie eine breite Auswahl fordernder Module, z.B. Crisis Economics, Real Estate Foundations oder FX Derivatives Trading.

Stockholm School of Economics
Finance

Die skandinavische Metropole Stockholm bietet einen der besten europäischen Finance Master – und das sogar für EU-Bürger ganz ohne Studiengebühren. Studenten können sich auf Investment Management oder Corporate Finance spezialisieren. Auch attraktiv sind die vielen Partnerhochschulen der SSE, unter anderem die Duke University, Emory oder Columbia.

Bocconi University
Finance

Der Finanz-Master in der italienischen Mode-Hochburg Mailand verspricht eine Vielzahl interessanter Module. Kern-Themen sind unter anderem “Valuation”, “Financial Analysis” oder “Derivative Pricing”. Im Ranking der Financial Times belegt der Bocconi-Master Rang 9. Alumni der Bocconi sind in Top-Positionen in ganz Europa zu finden.

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Mit einem Abschluss einer europäischen Top-Uni stellt man die Weichen für eine erfolgreiche Karriere. Ein Bachelor Abschluss an der richtigen Uni vermittelt einem das notwendige Wissen, nützliche Kontakte und Möglichkeiten zu wegweisenden Praktika zu kommen. Die besten Finance Bachelor sind breit als BWL-Studiengänge aufgestellt, aber an renommierten Universitäten mit guten Lehrkräften.

Universität Mannheim
Betriebswirtschaftslehre

Mannheim ist in Deutschland mithin die beste Adresse für ein Studium in wirtschaftswissenschaftlicher Richtung. Ausgezeichnete Professoren, exzellente Partneruniversitäten sowie starke Unternehmenspartner zeichnen die Uni in der Rhein-Neckar Region aus. Für weiterführende Studien und Karriereschritte im Finance Bereich baut man in Mannheim ein starkes Fundament.

London School of Economics
Finance

Die LSE ist bekannt als einer der besten Ökonomie-Universitäten in Europa. Auch durch die Nähe zur dortigen Finanzbranche rekrutieren Londoner Banken gerne aus Reihen der London School of Economics. Mit dem BSc in Finance oder Finance and Accounting hat man die Möglichkeit direkt den Bachelor auf hohem Niveau zu spezialisieren. Der ganze Studiengang ist auf eine Karriere im Investment Banking ausgerichtet.

WHU Otto Beisheim School of Management
Internationale BWL/Management

In den letzten Jahren ist die WHU besonders für die vielen Gründungen der Alumni bekannt geworden. Aber auch für eine Karriere im Finance-Bereich ist die WHU eine gute Wahl. Ein starkes Netzwerk an Unternehmenspartnern, Kommilitonen und Absolventen unterstützen einen mit Kontakten, Job-Möglichkeiten und Know-How. Auch Events wie die „WHU Private Equity Conference“ sind zu erwähnen.

Hochschule St. Gallen (HSG)
Betriebswirtschaftslehre

International als Kaderschmiede der Finanzwelt bekannt ist die Schweizer HSG. Für eine Karriere im Finanzsektor macht man mit einem Studium in St. Gallen alles richtig: Gute Professoren, ein starkes Netzwerk an Partneruniversitäten, Top Ranking-Positionen und hohes Ansehen unter Arbeitgebern.

Rotterdam School of Management (Erasmus University)
International Business Administration

Die Erasmus Universität Rotterdam gilt in den Niederlanden als beste Adresse, um wirtschaftswissenschaftliche Fächer zu studieren. Der in Trimester aufgeteilte, 3 jährige Bachelor gibt einem eine breite Basis für einen spezialisierten Finance-Master.

 


Die private Handelshochschule in Leipzig ist eine der wichtigsten Business Schools in Deutschland. Ein besonderer Fokus der Einrichtung liegt auf dem Bereich Entrepreneurship, sodass zahlreiche Gründer ihr Studium an der Leipziger Hochschule abgeschlossen haben. Wir haben drei der bekanntesten Gesichter herausgepickt, um sie inklusive ihres Geschäfts kurz vorzustellen.

Dirk Graber
Das erste Schwergewicht der deutschen Internet-Branche mit einem Abschluss von der HHL Leipzig ist Dirk Graber. Nach seiner dualen Ausbildung bei der Commerzbank begann Graber sein Studium an der Handelshochschule. Praktika bei Ebay und Jamba weckten den Wunsch nach einem eigenen Online-Business. Diesen Traum erfüllte sich Graber mit der Gründung des Brillenspezialisten Mister Spex. Der Online-Brillenhändler hat sich mittlerweile zu einer festen Größe in der Branche entwickelt und der Umsatz aus dem Jahr 2015 liegt mit 60,9 Mio. EUR um 35% über dem Vorjahresergebnis von 45,3 Mio. EUR. Damit ist Mister Spex ein ernstzunehmender Player in der deutschen Startup-Szene. Das Wachstum der letzten Jahre fußt nicht zuletzt auf den starken Finanzierungsrunden. Zu den Investoren gehören große Namen, wie Goldman Sachs, Grazia Equity, Team Europe, Astutia Ventures oder der High-Tech Gruenderfonds.

Christopher Muhr
Der zweite Internet-Pioniere mit HHL-Abschluss ist Christopher Muhr, einer der Gründer von Citydeal. Die Deal-Plattform wurde in UK gegründet und hatte innerhalb kürzester Zeit eine globale Reichweite aufgebaut. Finanziert wurde Citydeal von Rocket Internet und den einflussreichen Sammler-Brüdern sowie dem VC Holtzbrinck Ventures. Im Jahr 2010 sorgte Citydeal für Aufsehen in der weltweiten Startup-Szene, als Groupon die Firma für einen Wert zwischen schätzungsweise $ 100 Mio. und $ 300 Mio. übernahm. In der Folge der Übernahme wechselte Muhr in die Zentrale von Groupon und verantwortete das erfolgreiche Wachstum in Nordamerika. Im Jahr 2012 übernahm er internationale Verantwortung als Senior Vice President für Europa, den Mittleren Osten und Afrika (EMEA). In der renommierten Liste „The Wired 100“ landete Muhr im Jahr 2011 auf dem 35. Platz.

Lukasz Gadowski
Der wohl bekannteste Name in unserer Liste der HHL-Absolventen ist Lukasz Gadowski. Kaum ein Ranking der bedeutendsten Startup-Köpfe Deutschlands enthält seinen Namen nicht – und das zurecht. Noch als Student an der HHL gründete Gadowksi das erfolgreiche Startup Spreadshirt, das innerhalb weniger Jahre hunderte Mitarbeiter beschäftigte. Im Jahr 2008 startete er mit einigen Partnern den Company Builder und Risikokapitalgeber Team Europe Ventures. Hieraus entstanden herausragende Firmen wie brands4friends, Mister Spex (siehe oben) oder Lieferheld. Im Jahr 2011 war Gadowksi Co-Founder von Delivery Hero und mischt seitdem den internationalen Food Delivery-Markt auf. Zuletzt stieg Gadowski bei dem Venture Capital Fonds Target Global ein. Unser kurzes Porträt deckt natürlich nur einen kleinen Ausschnitt der Tätigkeiten von Lukasz Gadowski ab. Wir versprechen euch: Ein genauerer Blick auf seine Vita lohnt sich.