Wie sieht ein M&A Pitchbook aus? Wir zeigen ein echtes Beispiel

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Mit einem Pitchbook bewerben sich Banken und M&A-Beratungen bei möglichen Kunden um die Betreuung von möglichen Unternehmenskäufen. Das Pitchbook hat damit zwei Funktionen: zum einem soll gezeigt werden, dass man der richtige Partner für die Transaktion ist, zum anderen soll das mögliche Akquisitionsziel vorgestellt und mögliche Erträge des Deal aufgezeigt werden. Ein erfolgreicher Pitch kann millionenschwere Beratungsaufträge einbringen. Morgan Stanley verdient so mit der 66 Milliarden Dollar schweren Monsanto Übernahme durch Bayer circa 120 Millionen Dollar. Kein Wunder, dass die Erstellung der Pitchbooks die Nächte der Praktikanten, Analysts und Associates raubt. Doch wie sieht ein Pitchbook eigentlich aus?

Inhalte eines M&A Pitchbooks

Wie schon gesagt ist der Hauptzweck eines Pitchbooks, ein mögliches Akquisitionsziel vorzustellen. Dabei gibt es verschiedene Teile die meist in der ein oder anderen Form enthalten sind:

  • Kurzzusammenfassung – Detaillierte Vorstellung des Kaufziels, des Geschäftsmodells, der wichtigsten Finanzkennzahlen
  • Marktumfeld – Erklärung, wieso jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Kauf ist, bzw. wieso der entsprechende Markt ein spannendes Umfeld ist
  • Deal – Wie man einen Deal angehen könnte und was die treibenden Kräfte dahinter sind, bzw. was einen dazu bewegen sollte
  • Metrics – Wichtigste Finanzkennzahlen, Entwicklung dieser nach Deal, Abbildung Synergieeffekte
  • Vorstellung – Folien darüber, wieso die pitchende Bank der optimale Partner ist
  • Anhang / Appendix

Häufig werden Pitchbooks nicht von Grund auf neu gebaut, sondern von vergangenen Transaktionen übernommen. Der größte Teil der Arbeit besteht dann darin, das Pitchbook auf das neue Ziel anzupassen und jede Folie bis ins letzte Detail zu optimieren. Hier fließt meist die Erfahrung der senioreren Banker ein – ausgeführt wird, wie schon erwähnt, von Praktikanten & Co.

Wie durch einen geplatzten Deal ein Pitchbook öffentlich wurde

Üblicherweise werden die Pitchbooks streng vertraulich behandelt. Kopien werden in Papierform ausgeteilt, damit keine Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Dies dient dazu, Käufer und Akquisitionsziel unter Verschluss zu halten – und sich keine schlechtere Position in späteren Verhandlungen einzuhandeln. Eines der wenigen öffentlich zugänglichen Pitchbooks entstammt einer schiefgegangenen Transaktion: Oracle wollte die Softwarefirma Autonomy kaufen und wurde dabei von Qatalyst beraten. Als schließlich HP den Zuschlag für den Autonomy-Kauf erhielt, rächte sich Oracle, indem es das Pitchbook auf seiner Website veröffentlichte – wo es heute noch verfügbar ist. Wer einen Blick darauf wirft, wird die vorher angesprochenen Elemente wiederfinden.

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Bildquelle: Andisheh AUnsplash

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